Montag, 01. Juni 2015, 14:13 Uhr
Patientenarmband (Foto: Anne Hagedorn / SHK)
Im Nordhäuser Südharz Klinikum wird bis Mitte des Jahres das sogenannte Patientenarmband eingeführt. Damit ist der Patient in allen Bereichen, bei allen Abläufen eindeutig identifizierbar, Verwechslungen sind ausgeschlossen und auch Verzögerungen im Arbeitsablauf soll so entgegengewirkt werden.
Dessen Einführung ist nicht nur das Umbinden des Armbandes, sie setzt eine intensive Vorbereitung voraus. Dazu bedarf es einer komplexen Anschaffung von Hard- und Software und eines kompletten Sicherheitschecks aller bisherigen relevanten Abläufe, in die ein Patient involviert ist.
In der Praxis wird es dann so realisiert: Bei der Aufnahme eines Patienten wird das Armband mit der aktuellen Fallnummer, dem Vor- und Nachnamen sowie dem Geburtsdatum bedruckt und wird dann am Arm befestigt. Situationen, in denen ein Patient aus verschiedenen Gründen nicht ansprechbar ist, führen nicht mehr zu Zeitverzögerungen im diagnostischen oder therapeutischen Ablauf. Die Bereiche, mit denen ein Patient in “Berührung” kommt, werden mit entsprechenden Lesegeräten ausgestattet.
Neben der normalen Aufnahme eines Patienten müssen Soft- und Hardware in einem komplizierten Prozess auch an die Sonderfälle angepasst werden. Das sind in erster Linie die Notaufnahmen, wenn Patienten mit Verletzungen eingeliefert werden, wenn sie bewusstlos sind oder keinerlei Ausweispapiere bei sich haben.
Eingebettet in das Risikomanagement, dient die sorgfältige Vorbereitung der Erhöhung der Sicherheit unserer Patienten.