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Neues aus dem Klinikum

Das Thema „Intensivmedizin und Patientenverfügung" fand großen Anklang

Donnerstag, 03. Dezember 2015, 13:11 Uhr
Über 150 Interessierte folgten gestern der Einladung ins Südharz Klinikum....

Der Wunsch nach Autonomie in kritischen Lebenssituationen und nach Selbstbestimmtheit am Lebensende ist für immer mehr Menschen ein Beweggrund, sich über eine Patientenverfügung Gedanken zu machen. Einerseits soll hiermit der Wunsch nach Begrenzung von Maßnahmen in aussichtslosen Situationen erreicht werden, andererseits klargestellt werden, welches Ausmaß an medizinischen und pflegerischen Prozeduren gewünscht wird. Durch das Patientenrechtegesetz wurden vor einigen Jahren die Rechte der Patienten deutlich gestärkt und die Selbstbestimmtheit in den Vordergrund gestellt. Hier ist auch geregelt, wer in Situationen, in denen man aufgrund der Schwere einer Erkrankung nicht für sich selbst Sorge tragen kann, diese Rolle eines Vertreters der eigenen Interessen übernehmen kann. Viele Institutionen bieten mittlerweile Vordrucke zur Erstellung einer Patientenverfügung an.
Die moderne Intensivmedizin ist einer der Bereiche, in denen eine Patientenverfügung relevant werden kann, da hier Menschen mit schwersten Krankheitsbildern behandelt werden. Die technische Ausstattung – lebensrettend in kritischen Situationen - ist für viele Betroffene angsteinflößend. Umso stärker ist das Bedürfnis, als Mensch in seiner Gesamtheit in einer solchen Umgebung nicht „unterzugehen“.
In unserer gestrigen Veranstaltung gab Chefärztin Frau Dr. med. Claudia Ebel einen Überblick über die Möglichkeiten der Willensbildung und –äußerung, die im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung wichtig sind. Anhand konkreter Beispiele wurden die Grenzen einiger frei erhältlicher Verfügungen aufgezeigt und Hilfestellungen gegeben.

Im Rahmen unserer Öffentlichen Vortragsreihe wird sich der nächste Vortrag von Chefarzt Dr. med. Matthias Beintker am 06.01.2016 um 17.00 Uhr in der Kantine mit der Thematik "Impotenz und Inkontinenz" befassen.