Das Institut für Radiologie beteiligte sich am Thüringisch-Sächsischen Röntgenkongress

Freitag, 06. September 2019, 12:49 Uhr
Thüringisch-Sächsischer Röntgenkongress (Foto: Thüringisch-Sächsischer Röntgenkongress) Vom 27.- 29. August 2019 fand der diesjährige Thüringisch-Sächsische Röntgenkongress in Oberwiesenthal mit über 200 Fachteilnehmerinnen und Fachteilnehmern aus ganz Thüringen und Sachsen statt. Erstmalig wurde dieser gemeinsame Kongress von Thüringer Seite, aus Nordhausen, vorbereitet. Prof. Dr. Ansgar Malich (Chefarzt des Instituts für Radiologie am Südharz Klinikum Nordhausen) war Tagungspräsident. Aus Sachsen beteiligte sich Prof. Dr. Ralf-Thorsten Hoffmann vom Universitätsklinikum Dresden.

Schwerpunkt des Röntgenkongresses war die onkologische Bildgebung. Die unmittelbaren Beiträge der Nordhäuser Radiologinnen und Radiologen waren ein vierstündiger Hands-On-Workshop zum Thema Mamma-MRT in Diagnostik und Intervention sowie ein zweistündiger Workshop zu ultraschallgestützten Biopsietechniken an Phantomen unter Nutzung von vier verschiedenen Ultraschallsystemen. Außerdem wurden durch Frau Dr. Ismini Papageorgiou (Institut für Radiologie) zwei Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten der Bildgebung von Mammaimplantaten und den zugehörigen Pathologien (insbesondere Rupturen) gehalten. Frau Dr. Anika Brosch (ehemalige Promovendin der Radiologie, aktuell Assistenzärztin Innere Medizin) referierte über erste Erfahrungen der Anwendung künstlicher Intelligenz in der Befundung von suspekten Prostataläsionen beim multiparametrischen Prostata-MRT.

Auch andere Thüringer Kollegen referierten bei diesem Kongress. So gelang es, Prof. Dr. med. Michael Puderbach aus Bad Langensalza als Referent über das Thema Thorax-MRT zu gewinnen. Dr. med. Jörg Buse (PVA Screening, Erfurt) berichtete über die Anwendungsoptionen der Tomosynthese und die Kolleginnen und Kollegen vom Helios Klinikum Erfurt unter Leitung von Prof. Dr. med. Ralf Puls referierten über MR-gestützte Brustbiopsien. Die Thüringer Radiologie war darüber hinaus durch Prof. Dr. med. René Aschenbach, Prof. Dr. med. Tobias Franiel sowie Prof. Dr. Hans-Joachim Mentzel vom Universitätsklinikum Jena vertreten.
Des Weiteren gab es mehrtägige Intensivkurse im Bereich MRT und CT, die Fachkunde im Strahlenschutz konnte erneuert werden und es gab verschiedene fachliche Fortbildungsprogramme für Medizinisch-technische Röntgenassistenten (MTRA).
Die Aufgabe der beiden Kongresspräsidenten war neben den Vorträgen, Workshops und dem Vorsitz bei Vortragsblöcken auch im Wesentlichen die Zusammenstellung des Programms, die Kontaktaufnahme zu möglichen Referenten und zur ausstellenden Industrie, aber auch die organisatorische Planung in Zusammenarbeit mit den professionellen Kongressplanern und dem Tagungsort.

Nächstes Jahr wird der gemeinsame Kongress in Weimar stattfinden, die Thüringer Kongressleitung liegt dann in den Händen von PD Dr. med. Birger Mensel, Chefarzt für Allgemeinradiologie an der Zentralklinik Bad Berka.


Prof. Dr. med. habil. A. Malich
Chefarzt des Institutes für Radiologie
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