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Neues aus dem Klinikum

Nordhäuser Radiologen mit internationaler Beachtung

Montag, 27. Januar 2020, 08:58 Uhr
Teilnehmer Europäischer Röntgen-Kongress 2019 in Wien (Foto: privat) Mit vier Präsentationen wird das Institut für Radiologie des Nordhäuser Südharz Klinikums am diesjährigen Europäischen Röntgen-Kongress in Wien teilnehmen. So wird das Team um Chefarzt Prof. Dr. med. Ansgar Malich zum Beispiel im Bereich Onkologie über seine Erfahrungen beim Einsatz des Ganzkörper-MRT berichten und dabei vorrangig technische Aspekte beleuchten. Präsentiert wird darüber hinaus ein neues Ultraschall-Verfahren zur Analyse von Tumoren. "Hier steht die Bewertung der Befunde durch ein neu entwickeltes quantitatives wie qualitatives Auswerteverfahren im Mittelpunkt. Unsere Ergebnisse, die wir in Wien vorstellen, basieren auf Untersuchungen in rund 600 Fällen und fokussieren auf Einflussfaktoren, wie die Tumorgröße und Tumortiefe von der Haut aus auf diese Anwendung, so Prof. Malich.

Darüber hinaus ist auch die Messung der Knochendichte ein weiteres Thema. Die Mediziner beantworten dabei die Frage, wie verlässlich sind die Messverfahren in der Bestimmung einer Osteoporose und sind diese Messungen abhängig von degenerativen Veränderungen und in welchem Umfang? Ein weiterer Vortrag widmet sich den Zeichen von verschiedenen Defekten bei Brustimplantaten im MRT, eine inzwischen häufige Fragestellung für die Nordhäuser Radiologen. Eine der Präsentation wird als „Voice of EPOS" hervorgehoben und gilt damit in diesm Fachbereich als besonders interessant. Diese Ergebnispräsentation erfolgt dann in einem besonderen Hörsaal als eine Highlightsession beim europäischen Röntgenkongress.

Neben dem im März in Wien stattfindenden Kongress steht auch der Deutsche Röntgenkongress in der zweiten Maihälfte 2020 im Fokus der wissenschaftlichen Arbeiten am Südharz Klinikum. Von den Veranstaltern wurden hier ebenfalls vier Präsentationen wissenschaftlicher Arbeiten ausgewählt, die dann den Teilnehmern des Deutschen Röntgenkongesses vorgestellt werden.

Besonders erfreulich ist es, dass wir im vergangenen Jahr durch Frau Dr. Papageorgiou zwei hochrangige wissenschaftliche Publikationen in internationalen englischsprachigen Fachzeitschriften angenommen bekommen haben. Hierin ging es ebenfalls um die Rolle und die wesentlichen Vorteile des Ganzkörper-MRT in der Nachsorge nach Tumorerkrankungen im Vergleich zu alternativen Verfahren. Gleichzeitig ging es um die Frage, ob bei den Prostata-MRT ein Kontrastmittel in jedem Fall erforderlich, um das Vorliegen eines bösartigen Tumors zu bestimmen.

Frau Dr. Ismini Papageorgiou hat einen entscheidenden Anteil im Institut an der wissenschaftlichen Ausarbeitung der Präsentationen, an den statistischen Analysen, an der Studienkonzeption und auch an der erfolgreichen Betreuung mehrerer erfolgreicher Promotionen. Sie kam vor einigen Jahren von der Uniklinik in Göttingen in die Radiologie des Südharz Klinikums. und hat in unserem Institut nicht nur ihre Facharztausbildung absolviert sondern arbeitet nun auch an ihrer Habilitation. „Das war ein echter Glücksfall“, freut sich der Chefarzt, ohne zu vergessen, dass die Vielzahl der angenommenen Präsentationen sowohl für Wien als auch für Leipzig das Ergebnis einer Teamarbeit aller Kollegen am radiologischen Institut in Nordhausen ist.