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Neues aus dem Klinikum

Erster Nordhäuser Anästhesie-Samstag

Montag, 01. Dezember 2003, 16:55 Uhr
Erster Nordhäuser Anästhesie-Samstag

Am 08. November 2003 fand auf dem Campus der Fachhochschule Nordhausen der
\"1. Nordhäuser Anästhesie-Samstag\" statt. Dieses erstmals durch die Klinik
für Anästhesie und operative Intensivtherapie des Südharz-Krankenhauses
Nordhausen durchgeführte Symposium widmete sich einem aktuellen, allseits
interessierenden Thema mit dem Titel: \"Stellenwert der Larynxmaske in der
Anästhesie - 12 Jahre seit ihrer Einführung in Deutschland\". Die
Larynxmaske, in England 1985 durch Dr. Archibald Brain als neues
Instrument zur Sicherung der Atemwege während Narkose entwickelt und auch
in Deutschland seit 1990 eingeführt, erfährt weltweit immer größeres
klinisches Interesse. Dem entsprechend war auch die Resonanz in der
Umgebung auf unsere Einladung nach Nordhausen. Mit über 130 Teilnehmern,
vorwiegend Ärztinnen und Ärzten, vorwiegend aus Thüringen aber auch aus den
benachbarten Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und
Hessen wurden die Erwartungen des Veranstalters übertroffen. Die Tagung
kann auch deshalb als erfolgreich angesehen werden, weil neben klinisch
tätigen Anästhesist(Inn)en auch viele aus Niederlassungen den teilweise
weiten Weg nach Nordhausen fanden, was im Sinne einer stärkeren
Zusammenarbeit der beiden Bereiche erklärter Wunsch war. Das gewählte
Thema, als Bestandsaufnahme in Sachen Larynxmaske gedacht, kam diesem Ziel
sehr entgegen. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen mehrstündigen
Workshop zu den verschiedenen Techniken der Atemwegssicherung am Phantom,
im Wesentlichen durch die eigenen Mitarbeiter geführt.

Entscheidend für das Gelingen und die Zugkraft des Symposiums war jedoch
das Niveau der Vorträge, ausnahmslos von national und international beka
nnten Experten gehalten. Dabei wurden sämtliche Einsatzgebiete der
Larynxmaske umfassend dargestellt und anschließend lebhaft diskutiert. Mit
dem eigenen Beitrag unserer Klinik hatte OA Dr. I. Gentzel einen schönen
Anlass, die Ergebnisse seiner gerade einmal eine Woche zuvor an der
Friedrich-Schiller-Universiät in Jena sehr erfolgreich verteidigten
Dissertation, eine wissenschaftliche Studie, die erstmals die
Beatmungsbedingungen eines neuen Typs der Larynxmaske bei
laparoskopisch-gynäkologischen Eingriffen im Vergleich zur bislang üblichen
endotrachealen Intubation beschreibt, darzulegen. Bereits 2001 war unsere
Klinik eines von acht Zentren, die mit der ersten nationalen
Multizenter-Studie zur klinischen Einführung dieser neuen Larynxmaske
hierzulande beigetragen haben.

Des Weiteren ist erfreulich und deshalb schönster Lohn, dass wir
aufgefordert sind, nunmehr die Inhalte sämtlicher Vorträge in einer der
drei deutschen Fachzeitschriften für Anästhesiologie der Öffentlichkeit zur
Kenntnis zu bringen.

Schließlich sei ausdrücklich Dank gesagt an die Adresse der Fachhochschule
Nordhausen, deren umfangreiche Räumlichkeiten und Versorgung wir nutzen
konnten und vor allem an Magnifizenz Prof. Dr. C. Juckenack, der das
Symposium mit einer sinnigen, die Probleme der Region auf den Punkt
gebracht gehaltenen Grußadresse eröffnete. Seine geäußerten Gedanken, dass
von Nordhausen mit seinen vorhandenen, vielfältigen Möglichkeiten Impulse
für die Region ausgehen sollen, können mit dem Anliegen des \"1. Nordhäuser
Anästhesie-Samstags\" nur unterstrichen werden. Überhaupt werden auf diese
Weise auch Möglichkeiten der Kooperation auf hohem akademischen Niveau
zwischen der ortsansässigen Fachhochschule und unserem Krankenhaus
aufgezeigt. Aktivitäten in dieser und anderer Form sind dem Ansehen unseres
Hauses sicherlich in jeder Hinsicht dienlich.

Prof. Dr. med. U. Klein