Neue Röntgentechnik für den OP

Montag, 18. Mai 2020, 10:48 Uhr
Für das medizinische OP-Personal steht im Nordhäuser Südharz Klinikum eine neue Generation eines mobilen Röntgengeräts zur Verfügung. Dabei handelt es sich um den neuen C-Bogen Ziehm Vision RFD Hybrid. C-Bogen deshalb, weil es vom Äußeren her dem Buchstaben C ähnelt. Das neue Röntgensystem erweitert sowohl die Flexibilität im OP als auch die klinischen Möglichkeiten grundlegend. Durch die einfache Installation und die vergleichsweise geringen Betriebskosten ist der neue C-Bogen effizient, flexibel, wettbewerbsfähig und ist in kürzester Zeit einsatzbereit. "Ein Grund für die Beschaffung liegt beispielsweise im demografischen Wandel mit seiner zunehmend alternden Bevölkerung und dem Bedarf an kardiovaskularen Eingriffen”, erklärt der Beauftragte für Medizinproduktesicherheit, Heiko Saalbach.

Der Einsatz von moderner Röntgentechnik ist heute bei Operationen, vor allem in der Gefäß-, der Unfall-, aber auch in der Neurochirurgie nicht mehr wegzudenken. Sollte während einer Operation geröntgt werden, dann wird nicht der Patient, sondern das Gerät bewegt, was den gesamten OP-Ablauf wesentlich effizienter macht. “Mit Hilfe der neuen Technologie können durch eine extrem hohe Auflösung kleinste Details komplexer anatomischer Strukturen auf dem Röntgenbild dargestellt und die Strahlenbelastung durch eine intelligente Steuerung stark reduziert werden, allerdings bleiben notwendige Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf den Strahlenschutz für die Operierenden erhalten”, erläutert Saalbach weiter.

So sind die Gefäßchirurgen des Südharz Klinikums bei der Diagnostik und Therapie der Gefäßerkrankungen auf die sogenannte Angiografie als bildgebendes Verfahren angewiesen und können einen weiteren großen Vorteil bei der Verwendung von Kontrastmittel auf Kohlendioxidbasis nutzen. Dieses Gas stellt ohne toxische Eigenschaften bei Angiographien eine Alternative zu jodiertem Kontrastmittel dar und wird insbesondere bei Patienten mit Kontrastmittelallergien, Schilddrüsen- und Nierenfunktionsstörungen verwendet.

Das Südharz Klinikum hat in die Anschaffung der neuen Technik über 250.000 Euro investiert.
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