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Neues aus dem Klinikum

Bau des Hybrid-OP auf der Zielgeraden

Montag, 22. August 2022, 15:30 Uhr
Bau des Hybrid-OP auf der Zielgeraden (Foto: SHK) Bau des Hybrid-OP auf der Zielgeraden (Foto: SHK) „Wir befinden uns auf der Zielgeraden., so beschreibt Gunther Hebestreit den derzeitigen Stand der Realisierung des sogenannten Hybrid-OP in unserem Klinikum. Der Projektsteuerer geht davon aus, dass in diesem Spätherbst der High-Tech-OP in Betrieb genommen werden kann. Unter Hybrid-OP verstehen die Fachleute einen Operationssaal, der mit modernster radiologischer Bildgebung in Form einer High-Tech-Angiografieanlage ausgestattet ist und gleichzeitig alle hygienischen Merkmale eines klassischen Operationssaals besitzt.

Auf den ersten Blick sehen der neu entstandene Operationssaal sowie der ihm angeschlossene Aufwachraum aus wie eine normale Baustelle in einem Klinikum. „Schaut man genauer hin, dann entdeckt der Betrachter die baulichen Unterschiede. So mussten die Deckenelemente der beiden Räume komplett ausgetauscht werden, um die neuen dynamischen Lasten abzuleiten. Die modernen Technologien der Medizintechnik überforderten in ihrer konstruktiven Komplexität die baulichen Gegebenheiten, die aus der Bauzeit des Klinikums Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre stammen. Dennoch will ich an dieser Stelle durchaus die Weitsicht der damaligen Planungen und deren Ausführung lobend erwähnen, so Hebestreit.

Vom Fußboden bis zur Decke musste alles ausgewechselt werden, um den Anforderungen der neuen Technik und vor allem der notwendigen komplexen Lüftungstechnik sowie der Medien-Infrastruktur gerecht zu werden. Allein die Kosten für den Austausch der Decken beliefen sich in einem sechsstelligen Bereich. Hinzu kommt die Vorgabe, dass alle Wände und Decken des OP-Saals mit einem Bleimantel verkleidet wurden, um den aktuellen Vorschriften des Strahlenschutzes gerecht zu werden.

Wenn der modernste OP-Saal in Nordthüringen den Medizinern übergeben wird, dann wurden hier rund acht Millionen Euro investiert. In die Summe ist die Modernisierung der Intensivtherapie (ITS) mit eingeschlossen. Doch nicht nur der eigentliche OP-Saal hat es technisch und technologisch in sich, auch der angeschlossene Aufwachraum konnte so ausgestattet werden, dass er zugleich allen Anforderungen modernster Intensivtherapie gerecht wird.

Auch Guido Hage, der Geschäftsführer des Klinikums, lobt den Fortgang der Arbeiten. „Wir werden sowohl im finanziellen als auch im zeitlichen Rahmen bleiben. Das ist in dieser aktuellen Situation nicht alltäglich. Mein Lob und mein Dank gehen deshalb an die Firmen, die an der komplexen Maßnahme beteiligt sind. Das gilt sowohl für die überregionalen Spezialfirmen als auch für die beteiligten Firmen aus der Nordthüringer Region. Mein Dank gilt ebenso dem Verständnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses, die von den Bauarbeiten mittelbar betroffen waren.