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Neues aus dem Klinikum

Moderne Software in der Zentralen Notaufnahme

Mittwoch, 02. November 2022, 19:12 Uhr
Julian Gonschorrek, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme (Foto: SHK) Julian Gonschorrek, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme (Foto: SHK) Die Zentrale Notaufnahme unseres Klinikums wird in den nächsten Monaten eine moderne Software erhalten. Das Programm »E.Care« versetzt die Mediziner in die Lage, mehrere Schnittstellen zu nutzen, um die Notfallversorgung noch effektiver zu gestalten.

Julian Gonschorrek, der Chefarzt der Zentralen Notaufnahme, erläutert: „Mit dem neuen Programm ist es möglich, dass zum Beispiel der Notarzt vor Ort erste Informationen und/oder sogar Fotos - zum Beispiel von einer Unfallstelle - an das Team der Notaufnahme im Klinikum per Tablet schicken kann. Dabei ist die Besonderheit des Klinikums seine geografische Lage im Länderdreieck Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Die Rettungsfahrzeuge in den jeweiligen Bundesländern bedienen sich u. U. verschiedener Software für die elektronische Dokumentation der Rettungseinsätze. Um das neue Programm »E.Care« optimal nutzen zu können, muss es sich mit diesen unterschiedlichen Dokumentationssystemen auf den Rettungsfahrzeugen verständigen können. Zusätzlich muss auch der in Nordhausen stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung „Christoph 37" mittels einer separaten Schnittstelle in das neue Programm eingebunden werden. Eine weitere Schnittstelle ist dann hausintern, so dass sich optional weitere Fachbereiche im Klinikum auf notwendige medizinische Maßnahmen vorbereiten können. Alle Informationen rund um den Patienten in der Notaufnahme werden in einem digitalen Dokument abgelegt und gespeichert. So wird die Arbeit der sieben Medizinerinnen und Mediziner nicht nur effektiver gestaltet, sondern auch transparenter für das gesamte Klinikum gemacht.

Die Software einer belgischen Firma soll noch in diesem Jahr installiert werden, sie kostet 160.000 Euro. Wie Geschäftsführer Guido Hage mitteilt, sei für die Anschaffung bereits ein Förderantrag beim zuständigen Thüringer Gesundheitsministerium gestellt worden.

Und noch in einem weiteren Detail beweist das Klinikum seine Vorreiterrolle:
Ab 2025 ist für die in der Zentralen Notaufnahme tätigen Mediziner eine spezielle und sehr umfangreiche Zusatzqualifikation gesetzlich vorgeschrieben, um die qualitative Erstversorgung der Notfallpatienten zu verbessern. Hier haben bereits drei Ärzte aus dem Team von Chefarzt Gonschorrek diese Qualifikation erworben bzw. stehen vor der Abschlussprüfung. „Diese Qualifizierung ist bisher in Thüringen noch eine absolute Ausnahme und unterstreicht unseren eigenen Qualitätsanspruch." so Gonschorrek abschließend.