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Neues aus dem Klinikum

Endphase bei den Arbeiten zum Einbau unseres Hybrid-Operationssaales

Mittwoch, 19. Oktober 2022, 16:40 Uhr
Endphase bei den Arbeiten zum Einbau unseres Hybrid-Operationssaales (Foto: SHK) Endphase bei den Arbeiten zum Einbau unseres Hybrid-Operationssaales (Foto: SHK) Die Arbeiten zum Einbau eines Hybrid-Operationssaales in unserem Klinikum befinden sich in der Endphase. „Wir folgten mit der Entscheidung für diese Millionen-Euro-Investition der Notwendigkeit, modernste minimal-invasive Operationstechniken realisieren zu können., erläutert Geschäftsführer Guido Hage.

Den neuen OP werden vor allem die Gefäßchirurgen im Südharz Klinikum nutzen. Deren Chefarzt Markus Batereau: „Häufig bestehen heutzutage Gefäßoperationen aus mehreren Therapieabschnitten während eines Eingriffes, aus einer offen chirurgischen und einer Katheter-Komponente. Mit dem neuen Gerät wird es nun möglich sein, auch viel kompliziertere Katheterverfahren bei einem einzigen Eingriff durchzuführen, ohne die räumlich getrennte Angiografieeinheit im Klinikum zu einem extra Zeitpunkt verwenden zu müssen. Sämtliche OP-Verfahren lassen sich somit in einem Raum und mit deutlich höherer Qualität durchführen, Notfalltransporte zwischen verschiedenen OP-Sälen während einer Operation gehören ebenfalls der Vergangenheit an."

Dank modernster Technik bietet das neue System außerdem die Möglichkeit einer räumlichen Darstellung der Gefäßsituation z. B. bei Implantationen von Gefäßprothesen. „Diese Bilder kommen denen einer CT-Untersuchung gleich, allerdings mit einer kleineren Strahlenbelastung für die Patienten. Damit können Mehrfachuntersuchungen des Patienten während des stationären Aufenthaltes deutlich reduziert werden." ergänzt Chefarzt Batereau.

Neben dem komplizierten Einbau der notwendigen technischen Ausrüstung waren umfangreiche, vorbereitende Arbeiten zu planen und auszuführen. Vom Fußboden bis zur Decke musste alles ausgewechselt werden, um den Anforderungen der neuen Technik und vor allem der notwendigen komplexen Lüftungstechnik sowie der Medien-Infrastruktur gerecht zu werden. Allein die Kosten für den Austausch der Decken beliefen sich in einem sechsstelligen Bereich. Hinzu kommt die Umsetzung der Vorgabe, dass alle Wände und Decken des OP-Saals mit einem Bleimantel verkleidet wurden, um den aktuellen Vorschriften des Strahlenschutzes gerecht zu werden.

Der neue Hybrid-OP soll im November den Medizinern unseres Klinikums übergeben werden. Die Kosten für die Investition belaufen sich auf rund vier Millionen Euro.